Heimgang unserer M. Hagia

Zum Beginn der heiligen Woche, am Karmontag,  ist unsere Altäbtissin Hagia Hildegard Witzenrath überraschend heimgegangen.

Mutter Hagia wurde am 23.7.1934 in Berlin-Tempelhof geboren und auf den Namen Hildegard getauft. Sie wuchs in der geschützten Atmosphäre einer Arztfamilie auf und studierte nach der Reifeprüfung in Berlin, München und Münster Latein, Französisch und Philosophie.
Mit 26 Jahren trat sie 1960 in unsere Abtei v. Hl. Kreuz ein und erhielt bei ihrer Einkleidung den Namen Hagia. Am 29.4.1962 legte sie ihre Profess ab.
Im Dienst unserer Gemeinschaft wurde sie zu einem Studium der Theologie nach München gesandt, das sie 1973 mit einer Promotion im Alten Testament abschloss.
Danach konnte sie in Exerzitien, Einzelbegleitung und Kursen, die sie besonders für Priester zu gestalten verstand, vielen Menschen in unserer Abtei profunde Glaubenshilfe geben, wofür diese ihr bis heute dankbar sind.
Sieben Jahre lang war sie Priorin unserer Gemeinschaft, ehe sie am 21. Juli 1994 zur 3. Äbtissin gewählt wurde. Dieses Amt versah sie zehn Jahre lang bis zur Vollendung ihres 70. Lebensjahres. Ihren Dienst stellte sie unter den Wahlspruch „Auf IHN sollt ihr hören!“. In ihre Amtszeit fielen die Errichtung des neuen Gästehauses und eine Intensivierung unserer Gästearbeit.
Bis in ihr hohes Alter bewahrte sie sich ihre Begeisterung für die Heilige Schrift und die theologische Wissenschaft. Diese brachte sie bis zuletzt in Vorträgen, Meditationen, schriftstellerischen Arbeiten und seelsorglichen Gesprächen ein.
Wir sind dankbar für das Geschenk ihres reichen Lebens, ihre liebevolle Zuwendung – gerade auch in ihren letzten Jahren – und für ihre geistlichen Anregungen in unserer Gemeinschaft. Möge der österliche Herr sich ihr nun als Grund und Ziel allen Suchens erschließen.

Zurück zur Übersicht