Am 21.1. durfte unsere Schwester Mechthild heimgehen. Geboren wurde sie am 5.9.1968, ihre Profess legte sie ab am 9.1.1999.

Als Finnin, geboren in Imatra, hat Schwester Mechthild bis zu ihrem Eintritt in unsere Gemeinschaft einen ungewöhnlich weiten geistlichen Weg zurückgelegt. In der Lutherischen Kirche getauft, erwachte in ihr schon früh ein Interesse an den Klöstern der Katholischen Kirche. Mit 22 Jahren konvertierte sie als Studentin der Theologie in der Diaspora-Gemeinde in Helsinki zur Katholischen Kirche. Über eine finnische Oblatin unseres Klosters fand sie Kontakt zu unserer Abtei in Herstelle. Sie suchte ihren geistlichen Weg entschlossen und selbstbestimmt, bis sie im Alter von 28 Jahren in unsere Gemeinschaft eintrat.
Sprachliche Hürden und eine mit dem fremden Land auch verbundene Einsamkeit überwand sie im Vertrauen auf Gottes Hilfe in tiefer Gläubigkeit. Mit ihrer hohen Intelligenz brachte sie sich an verschiedenen Stellen – zuletzt in der Buchhaltung – in unsere Gemeinschaft ein.
Im vergangenen Jahr wurde bei ihr die Diagnose einer sehr schweren Todeskrankheit gestellt. Schwester Mechthild wusste, dass ihr nur noch eine kurze Lebenszeit blieb. Ihr Heimgang kam für uns alle überraschend schnell. Es bleibt ein Geheimnis zwischen ihr und DEM, der sie zu sich gerufen hat.

Beten Sie mit uns, dass Christus sie in sein Licht führt.