Beginn des neuen Kirchenjahres

Vielleicht kennen Sie den Brauch in unseren Klöstern, das neue Kirchenjahr unter ein Leitwort zu stellen. So geschieht es auch in unserer Gemeinschaft alljährlich zum Beginn der Adventszeit. Seit dem 1. Advent sind wir nun mit diesem Wort unterwegs; es lautet: “Ihr werdet mich suchen und ihr werdet finden, denn ihr werdet mich suchen aus eurem ganzen Herzen. Und ich lasse mich von euch finden – Spruch YHWHs.” (Jer 29, 13.14).

Einige Gedanken aus der Meditation M. Sophias zu diesem Wort sind hier angefügt:
“Das zu Ende gehende Kirchenjahr hatten wir unter das Wort des Ersten Petrusbriefs gestellt: “Hoffnung, die uns erfüllt.” Im November 2019 wussten wir noch nichts von der Pandemie, die unser Leben in diesem Jahr so radikal verändern sollte und wie es nötig sein würde, uns immer wieder neu in dieser Hoffnung festzumachen, wenn uns die Hoffnung zu schwinden drohte. Getragen von der Hoffnung haben wir nach Wegen aus und in dieser Krise gesucht und sind damit ja noch lange nicht am Ende, am Ziel. Wir hoffen, wir suchen, weil wir glauben, dass wir finden werden.

Und wir glauben dies zu Recht. So, wie Gott den Verbannten in Babel durch den Propheten Jeremia zuruft, so gilt auch uns die Verheißung: “Ihr werdet mich suchen und ihr werdet finden, denn ihr werdet mich suchen aus eurem ganzen Herzen. Und ich lasse mich von euch finden – Spruch YHWHs.” (Jer 29, 13.14).

Unter diese Zusage Gottes stellen wir nun das neue Kirchenjahr. Gott wartet auf uns. Er hält uns die Treue – auch in schwierigen Zeiten, in denen wir vielleicht an der Gottferne zu zerbrechen drohen. In diese Situation hinein gibt Gott uns seine Zusage.”

 

 

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