Was ist ein „Oblate“, eine „Oblatin“?

Die Bezeichnung „Oblate“ steht für ein grundlegend christliches Lebensprogramm: Oblate kommt vom lateinischen „oblatus“, d. i. der Hingegebene, der an Gott Verschenkte. Der Oblate will als Christ sein Taufgelübde bewusst in der Nachfolge des Herrn leben und in allem „wahrhaft Gott suchen“. Er will engagiert und entschieden als Christ in der Welt leben, aus der Taufe seine Kraft nehmen und „unter Führung des Evangeliums“ im Geist der Benediktsregel leben. In der Oblation bindet sich ein Oblate zunächst an Gott und dann an ein bestimmtes Kloster. Die Verbundenheit zwischen Kloster und Oblaten besteht vor allem in der Gebetsgemeinschaft. Die Oblaten haben Anteil am Gebet des Konvents und tragen zugleich die vielfachen Aufgaben ihres Klosters im Gebet mit. Das Kloster wird auch durch seine Oblaten in der Kirche und Welt präsent.

 

Unsere Oblatengemeinschaft

Zu unserem Kloster gehören rund 50 Oblatinnen und Oblaten, Frauen und Männer im Alter zwischen etwa 30 und 90 Jahren.
Es besteht auch eine Gemeinschaft der Oblaten untereinander, die besonders auf den Tagungen, die bei uns zweimal im Jahr angeboten werden, gestärkt und gefördert wird.

 

Oblate werden

Wer diesen Weg einschlagen möchte, wendet sich zunächst an die Oblatenrektorin. Wenn einer Aufnahme von keiner Seite etwas entgegensteht, kann man mit Zustimmung der Äbtissin eine Probezeit von etwa 1 Jahr beginnen. In der Vorbereitung auf die Oblation sollte der Betreffende mit der Regel Benedikts, dem Stundengebet und der klösterlichen Spiritualität vertraut werden.