Wer in den letzten Jahren einmal unsere Klosterkirche besucht hat, dem dürfte kaum entgangen sein, dass dort Maßnahmen längst überfällig sind – die rußgeschwärzten Wände und der herabfallende Stuck der Decke fallen sogleich ins Auge. Nicht sichtbar, aber noch gravierender ist jedoch, dass auch die Elektroanlagen und die übrige Haustechnik dringend erneuerungsbedürftig sind. So war uns schon seit längerem bewusst, dass wir uns nun nach der Sanierung unseres Altbaus auch diesem Großprojekt zuwenden müssen. Am Beginn dieses Jahres nun machten wir uns an die ersten Schritte zur Umsetzung. Schon bald kristallisierte sich heraus, dass wir anlässlich der Sanierung auch das Raumkonzept und die Ausgestaltung unserer Klosterkirche in den Blick nehmen wollten. Es begann ein Gesprächsprozess innerhalb unserer Gemeinschaft, in dem wir uns auch der Frage nach unserer Sendung und unserem Auftrag in der Welt und für die Welt stellten. Am 16.Juni, dem diesjährigen Kirchweihfest unserer Klosterkirche, war es dann soweit, dass wir uns in großer Einmütigkeit für einen Architektenentwurf entschieden haben. Dieser sieht vor, dass der Innenraum der Kirche so umgestaltet wird, dass wir als klösterliche Gemeinschaft gemeinsam mit den übrigen Gottesdienstbesuchern im bisherigen Nonnenchor Platz finden. Im Sinne des Communio-Gedankens werden wir uns in Halbkreisen rund um den Altar versammeln, der einen neuen Platz in der Mitte des Kirchenschiffes erhalten wird.
Nach der grundsätzlichen Einigung auf diesen Entwurf waren die folgenden Monate dann geprägt von weiteren Überlegungen und Planungen, die nun Schritt für Schritt anstehen. Wir sind sehr dankbar, diesen Weg gehen zu dürfen, den wir als intensiven geistlichen Prozess erleben – und Sie alle dabei auch ein Stück weit mitnehmen zu dürfen.