WAS HEISST „OBLATE"? Die Bezeichnung „Oblate" steht für ein grundlegend christliches Lebensprogramm: Oblate kommt vom lateinischen „oblatus", d. i. der Hingegebene, der Dargebrach-te, der an Gott Verschenkte. Der Oblate will als Christ sein Taufgelübde bewusst in der Nachfolge des Herrn leben und in allem „wahrhaft Gott suchen". Er will engagiert und entschieden als Christ in der Welt leben, aus der Taufe seine Kraft nehmen und „unter Führung des Evangeliums" im Geist der Benediktsregel leben. In der Oblation bindet sich ein Oblate zunächst an Gott und dann an ein bestimm-tes Kloster. Die Verbundenheit zwischen Kloster und Oblaten besteht vor allem in der Gebetsgemeinschaft. Die Oblaten haben Anteil am Gebet des Konvents und tragen zugleich die vielfachen Aufgaben ihres Klosters im Gebet mit. Das Kloster wird auch durch seine Oblaten in der Kirche und Welt präsent. Für das Kloster sind die Oblaten sozusagen der verlängerte Arm zu Kirche und Welt. OBLATE WERDEN Wer diesen Weg einschlagen möchte, wendet sich zunächst an die Oblaten-rektorin. Wenn einer Aufnahme von keiner Seite etwas entgegensteht, kann man mit Zustimmung der Äbtissin durch einen kurzen Aufnahmeritus eine Probezeit von etwa 1 Jahr beginnen. In der Vorbereitung auf die Oblation sollte der Betreffende mit der Regel Benedikts, dem Stundengebet und der klösterlichen Spiritualität vertraut werden.
Es entsteht auch eine Gemeinschaft der Oblaten untereinander, die besonders auf den Tagungen, die bei uns zweimal im Jahr (1.Advent und Osterzeit) angebo-ten werden zu Themen der Regel Benedikts, der Liturgie und Hl.Schrift, gestärkt und gefördert wird. Ferner wird zu Ostern und Weihnachten ein Rundbrief an die Oblaten verschickt.
|
|||